Abenteuer auf der “gemächlichen” Enz

Was macht man bei frühsommerlichen Temperaturen am letzten Freitag im Februar am besten?

Na klar, rein ins Boot um nochmal von Mühlhausen nach Vaihingen zu paddeln bevor ab März das Fahrverbot bis Anfang Oktober gilt.

Ursprünglich als Jugendausfahrt gedacht, bestand die fünfköpfige Paddelgruppe aus genau einem U18-Jährigen, während die restlichen die Junggebliebene waren.

Der ergiebige Regen der letzten Tage sorgte nicht nur für sumpfige und matschige Böden, sondern auch für einen hohen Wasserstand. Nach unserem matschigen Einstieg in Mühlhausen ging es nicht gleich die Enz hinab, sondern erstmal zum Warmwerden den Fluss aufwärts um am verfallenen Steinwurfwehr den hohen Wasserstand auszunutzen. Der Schwall war gefühlt verschwunden, aber dafür boten uns die dortigen Wellen perfekte Surfbedingungen.

Nachdem wir uns dort ausgetobt hatten, war es Zeit Richtung Vaihingen aufzubrechen. Statt der uns bekannten gemütlichen Enz, trug uns diese mit einer flotten Strömung hinab. Dadurch konnten wir mit kaum Paddelschläge den Anblick auf die noch kahlen Weinberge und Felsen genießen und es blieb auch Zeit zum Üben von akrobatischen Einlagen.

Ohne große Anstrengungen erreichten wir Roßwag und konnten durch den hohen Wasserstand sogar das dortige Wehr herunterfahren. Vor Vaihingen mussten wir endlich mal richtig paddeln, da sich durch den Rückstau des dortigen Fallwehrs die angenehme Strömung verabschiedet hat. Vor diesem hatten wir die Qual der Wahl, das Schrägwehr herunterzufahren oder sich todesmutig vom Schrägwehr hinunterzustürzen. Wir entschieden uns kurzerhand für beide Varianten. Das Herunterstürzen vom Fallwehr hat uns so viel Spaß gemacht, dass eine 2. Runde fällig war. Passend zum Beginn der Dämmerung erreichten wir unser Bootshaus.

Wir danken Petra für die grandiose Idee, das schönste Stück der Enz bei Traumwetter zu paddeln und freuen uns schon auf den Beginn der Paddelsaison auf der Enz.

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