0 ° C und Schneefall an den vorherigen Tagen. Was kann es Schöneres geben, als dann zu paddeln zu gehen?
Und so trafen sich am Sonntag um 10:30 Uhr vier Männer, um die Nagold zu paddeln. Damit es keine reine Männergruppe blieb, wurden sie von zwei Frauen begleitet, um die Frauenquote bei den Wildwasserpaddlern zu heben.

Unsere Abfahrt verzögerte sich zwar aus verschiedenen Gründen. So musste u. a. eine kleine Mini-Bootsreparatur durchgeführt werden, aber kurz nach 12 Uhr waren wir bei unserem Einstieg bei Ernstmühl. Bevor wir starten konnten, mussten wir uns erst in Michelin-Männchen verwandeln, indem wir uns mehrere Lagen Hosen und Oberteile anzogen.
Passend zum Schnee und um nicht aus der Übung zu kommen, rutschten wir vom Hang aus elegant in die Nagold. Mit Anblick auf die winterliche Landschaft paddelten wir die abwechslungsreiche Nagold hinab. Wir fuhren gekonnt die Schwälle hinab, surften auf den Wellen und tobten uns in den Wellen und Kehrwasser aus. Neugierig wurden wir, Verrückte, von den Spaziergängern beobachtet. Kormorane, Graureiher und Wasseramsel blieben lieber auf Abstand. Paddler im Winter sind wahrlich kein alltäglicher Anblick.



Ein paar querliegende Bäume ließen uns nie die nötige Aufmerksamkeit verlieren, schließlich wollten wir keine Mitglieder im Club der Eisbadenden werden. Mal konnten wir drunter durchfahren, ansonsten umtrugen wir sie einfach.
Nach fast 10 km war es Zeit in Unterreichenbach Abschied von der Nagold zu nehmen. Zur Belohnung unserer erfolgreichen Tour gönnten wir uns noch ein paar übriggebliebene leckere Weihnachtsplätzchen.
Wir bedanken uns bei Pablo für die Organisation die Nagold mal im Winter zu paddeln. Und wer weiß, vielleicht ergibt sich diesen Winter bei einem höheren Wasserstand auch noch die Möglichkeit die berühmte Jugendstrecke auf der Enz zu paddeln, was der ursprüngliche Plan war.




