36° und es wird noch heißer, macht den Paddelbeat nie wieder leiser.

So ähnlich könnte man unser Motto am ersten richtig heißen Sommersonntag am 21.06.2026 beschreiben. Dank dieses Umstands, der uns alle in Wasserfälle verwandelte, ging es statt an die ferne Nagold lieber direkt vor die Haustür an unsere Enz. Warum der Altersdurchschnitt für eine Kanujugendausfahrt eher weit über Ü18 war, wird für immer ein Mysterium bleiben.
Wer behauptet, dass unser Heimatgewässer keine neuen Herausforderungen bietet, der irrt sich. Schon nach wenigen Paddelmetern standen wir vor einer ungeplanten Herausforderung in Form einer Baustelle, die uns freundlicherweise unseren üblichen Umtragungsweg beim Vaihinger Wehr versperrte. Doch wie heißt es so schön: Wo ein Wille ist, ist auch ein Ziel. Und unser Ziel war eindeutig Unterriexingen.
Da niemand Lust hatte, inkl. Bootakrobatik die Baustellensperrung zu überwinden, und die Baustellenmitarbeiter leider es versäumt hatten, einen Bootsaufzug, um das Fallwehr zu überwinden, zu installieren, musste eine andere Lösung gefunden werden. Da sich niemand todesmutig da herunterstürzen wollte, blieb uns nur noch eine Lösung, die Fischtreppe. Wer hätte gedacht, dass jemals der niedrige Wasserstand der Enz von Vorteil sein würde? Die Gefahr des Rücklaufes eines Wehres bestand nicht.


Nachdem wir alle sicher unten waren, konnten wir entspannt weiterpaddeln.


Einsam war unser Paddeln nie, ständig flitzten Libellen über das Wasser, außer sie nutzten unsere Boote als Ruhestation aus. Auch waren wir nicht die einzigen, die bei diesen Temperaturen die Idee hatten, auf dem Wasser zu sein.


Von Badenden bis Canadiergruppen war alles dabei. „Wer macht die beste Figur beim Paddelpropeller?“ war unser Motto bei unserer Surfwelle.
Angekommen beim Riff tobten, wir uns mit Kehrwasserfahren und Kerzelnüben aus, bevor wir weiter Richtung Oberriexingen paddelten.



In Oberriexingen angekommen, wurde es Zeit für eine Mittagspause – natürlich im Schatten. Auf einen Hitzschlag verzichteten wir lieber. Manche nutzten die Mittagspause, um sich dank der Schwimmweste entspannt in der Enz treiben zu lassen.

Durch die Riexinger Riffe wurde uns das letzte Stück nicht zu langweilig. Nach der letzten Kurve, wo keiner auf Grund lief, erreichten wir noch eine letzte Herausforderung des Tages, die hohe Treppenstufe beim Ausstieg. Dieses Problem löste jeder mehr oder weniger elegant, notfalls wurde nochmal eine spontane Abkühlung in der Enz unternommen.
Als Belohnung für das Schwitzen gönnten wir uns zum Abschluss ein Eis in Vaihingen. Denn wie heißt es so schön: Genuss muss sein.
Wir bedanken uns beim Trainerteam des Jugendtrainings für die gelungene Ausfahrt und freuen uns schon auf die nächste Ausfahrt.







